Die Punkband Broilers ist aus der deutschen Musikszene heute nicht mehr wegzudenken. Viele Jahre macht die „erfolgreichste unbekannte Band Deutschlands“ ihrer Selbstbezeichnung alle Ehre. Das ändert sich 2014 schlagartig mit dem Album „Noir“, das die Punkrocker um Frontmann Sammy Amara zu einer der populärsten Bands Deutschlands werden lässt. Von der Oi!- und Punkszene der 1980er-Jahre inspiriert, jongliert die Düsseldorfer Band mittlerweile gekonnt zwischen Pop, Rock und Punk. Eines blieb dabei in rund drei Jahrzehnten immer gleich: Ihr Punkrock macht einfach Spaß, vor allem bei ihren Shows: Die Broilers sorgen für Ohrwürmer zum Mitgrölen, Gitarrenriffs und peitschende Drumbeats zum Pogen – bei Hits wie „Zu den Wurzeln“ bleibt kein Tanzbein stehen. Die Anfangsjahre der Düsseldorfer Punkrocker Der damals 12-jährige Sammy Amara gründet 1992 in Düsseldorf eine Band, aus der zwei Jahre später die Gruppe Broilers hervorgeht. Zwar bezeichnen die Musiker selbst ihren Bandnamen mittlerweile als „bescheuert“, doch ist es damals gängige Praxis unter Punkbands, das Wort „Oi“ in den Bandnamen zu integrieren – als Anspielung auf den Oi!-Punk, der aus der zweiten britischen Punkwelle entsprungen ist. 1996 entsteht die erste EP namens „Schenk mir eine Blume“. Dem Debüt-Album „Fackeln im Sturm…“ (1997) folgen drei weitere Longplayer, von denen „LoFi“ (2004) und „Vanitas Recordings“ (2007) erste Achtungserfolge bringen – „Vanitas Recordings“ schafft es sogar auf Platz 38 der deutschen Album-Charts. Erstmals werden die Broilers über die Oi!-Szene hinaus bekannt und auch Rockabilly-Elemente fließen jetzt in ihre Musik ein. Erste Charterfolge und Festivalauftritte Den deutschlandweiten Durchbruch erreichen die Broilers mit ihrem Album „Santa Muerte“ aus dem Jahr 2011, das bis auf Platz 3 der Album-Charts klettert. Auch Gastauftritte bei den Punkrock-Superstars Die Toten Hosen steigern die Popularität der Band, die jetzt immer häufiger auf großen Festivals spielt. Ebenfalls ein Erfolg: Auf ihrer „Santa Muerte“-Tour rocken die Broilers in ihrer Heimatstadt Düsseldorf ausverkaufte Shows vor rund 15.000 Fans. Mit dem rockigeren Album „Noir“ aus dem Jahr 2014 schießt sich die Band endgültig in den Punkrock-Olymp: Im 20. Jubiläumsjahr der Düsseldorfer Punkrock-Combo schaffen die Broilers es zum ersten Mal auf Platz 1 der deutschen Album-Charts. Auch die Nachfolgealben „sic!“ (2017) und „Puro Amor“ (2021) erobern die Pole-Position – unter dem neu gegründeten eigenen Musiklabel Skull & Palms Recordings. Auf „Puro Amor“ finden sich auch Reggae-Elemente. Die Broilers sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – was ihrer Spielfreude jedoch keinen Abbruch tut: 2021 kam noch ein zweites Album heraus, das Weihnachtsalbum „Santa Claus“. Bei ihrer komplett ausverkauften Tour „Santa’s Social Club“ spielten die Broilers vorwiegend akustische Weihnachtsklassiker – und zeigen damit eine ganze neue, besinnliche Seite. Broilers-Shows versprechen Punkrock der Extraklasse Auch live sind die Düsseldorfer der Hit – nicht umsonst sind Broilers-Tickets so begehrt! In guter alter Punkrock-Manier rocken sie die Bühne und bringen ihre Fans zum Ausrasten. Angestrebt haben die Musiker den großen kommerziellen Erfolg nie. Wichtiger sind ihnen Authentizität und der Spaß an ihrer Musik. Dass sich der kommerzielle Erfolg dennoch einstellt, beweisen neben vier Top-10-Alben die vielen Hits, die bei keinem Konzert fehlen dürfen: „Harter Weg“ „Wie weit wir gehen“ „Ist da jemand?“ „Ich will hier nicht sein“ „Nur nach vorne gehen“ „Bitteres Manifest“ „Gib das Schiff nicht auf!“ „Alles wird wieder ok!“ „Alice und Sarah“ „Grauer Schnee“ |